Münchner
tz vom Dienstag, 18. Februar 2003
Ein Benefiz-Eishockey-Spiel für
Kinder und Jugendliche in Not
Der
Puck und die Promis
Da staunten die eingefleischten Eishockey Fans
am Sonntagabend im Olympia-Eisstadion:

Promis am Puck, lange blonde Haare unter zwei
Helmen. „Des san tatsächlich Mädels'',
stellten die Männer fest. Aber wer? Stadionsprecher
Stefan Schneider erlöste
sie: Es waren
Giulia Siegel,
die schon einmal Eishockey gespielt hat, aber
seit fünf Jahren keine Schlittschuhe mehr
an den Füßen trug, und Ex-Tennis-Ass
Renata Kochta. die sich als
Jugendliche ab und zu mit ihrem berühmten
Vater
Jiri Kochta (Weltmeister)
aufs Eis wagte.
Sie alle kamen und spielten für einen guten
Zweck: für
Florian Langenscheidts
Hilfsorganisation „Children for a Better
Worid", die sich um Kinder in Not kümmert.
Ausgedacht hatte sich das Prominenten-Eishockey-Spiel
der Bayernligist EHC München, der damit
auch für den Eissport eine Lanze brechen
wollte.
Pro-Sieben-Sportchef
Norbert Dobeleit
und Ex-Hochsprung-Ass
Carlo Thränhardt
stöhnten schon in der Kabine: „Es
ist ja eine Wissenschaft, dieses Zeug anzuziehen."
Und Carlo musste auch prompt ohne Helm aufs
Eis, da ihm keiner passte. Nur einer von den
Promis war mit der Ausstattung richtig vertraut:
Schauspieler
Christian
Schaeffer, der bereits in der A-Jugend
in Grafing spielte, doch seit 15 Jahren keinen
Schläger mehr in der Hand hielt. „In
der TV-Serie Dr. Stefan Frank musste ich einen
Eishockey-Trainer mimen", erzählte
er, „seit dem spiele ich wieder."
Hotelier
Manfred Staudinger
meinte: „Ich kann nicht mal Schlittschuh
laufen, aber wer gut Ski fährt, kann auch
das. Hauptsache, es fallen Tore, damit Geld
reingeht." Für jedes Tor 500 Euro
für „Children for a Better Worid".
Und so legten sich die Promis für zweimal
zehn Minuten ins Zeug wie die Profis.
Wolfgang Fierek verteidigte
als Torwart seinen Kasten wie ein Löwe,
was ihm donnernden Applaus von der Nordkurve
einbrachte. Beim Endstand von 5:2 für die
Blauen kam es dann zu dem, was der Moderator
bis dahin vermisste: eine g'standene Massenschlägerei.
Angezettelt von
Giulia Siegel.
Schließlich fielen alle erschöpft
übereinander her - aber nur aus Spaß.
Großer Beifall für
alle, 4320 Euro für die Kinder in Not,
und die echten Profis vom EHC München konnten
dann auch gegen den EV Landsberg antreten.
Es kämpften außerdem: Sänger
Nestor Alexander Haddaway.
der dem Publikum ein „We are the Champions“
hinschmetterte, Ex-Rennfahrer Christian
Danner, Unternehmer Georg Stangassinger,
Felix Toft (Alphaklinik) und
die ehemaligen Eishockeyprofis Harald
Birk und Jason Herter
Als Zuschauer applaudierten u.a. Regisseur Otto
Retzer, der aus Hamburg angereist kam,
wo er mit Otti Fischer "Ein
Pfundskerl" dreht, weshalb er auch nicht mitspielen
durfte. „Da macht die Versicherung nicht
mit." Und: „Jetzt muss ich mal mehr
Sponsoren für den Verein hier suchen",
lachte er, „damit die schneller vorankommen!";
weiter: Thomas Fuchsberger
mit Cornelia Corba, Gastronom
Sepp Kratz mit Thomas
Vucurevic (Goretex-Boss Europa), PR-Lady
Birgitt Wolff
mit Galerist Andreas Baumgartl.
Linda von
Beck